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Mann-Frau Beziehung - Risiko und Herausforderung

Es scheint eine fast unüberwindbare Aufgabe zu sein, sich in Beziehung zum Partner dem eigenen Wesen noch treu zu bleiben: was ist dem Mann, der Frau gemäß.

Gerade im Bereich der Sexualität scheint es für viele Frauen sehr schwer zu sein, das eigene Bedürfnis nach Nähe zu vertreten.

Geborgenheit, Sicherheit, daß ich mich als „Frau, die ich bin“ fühlen kann, ist oft wesentlicher als der schnelle Kick im Sex. Zum Beispiel kann im Gesicht achtsam gestreichelt zu werden tief berühren und mehr Verbindung zueinander schaffen als ausgedachte Sexual-Praktiken.

Gerade die Erfahrung und Bestätigung der Unterschiedlichkeit kann die Partnerschaft erfüllen. Jungs können in der Pubertät „vor sich hin bengeln“, während schon die jungen Frauen durch die Menstruation viel mehr Pflege für sich aufwenden müssen – jeden Monat unaus-weichlich von neuem. Durch die Schwangerschaft und das Gebären wird eine Fürsorglichkeit von der Frau gefordert, die der Mann, alleine aus den körperlichen Gegebenheiten, nicht kennt. Die Frau ist dafür ausdrücklich die Lehrmeisterin.

Es scheint eine ungeheure Anstrengung zu sein, immer wieder auf das Bedürfnis des anderen einzugehen und das Eigene, Vertraute nicht zu verlassen. Wie viel leichter ist es, sich von Frau zu Frau zu verständigen oder von Mann zu Mann. Welcher Mann hat schon gelernt, sich dem „wilden Weib“ in guter Weise entgegenzustellen und mit seiner Frau spielend, im „Rangeln“ z.B. die Kräfte zu messen.

Mann und Frau haben gleichermaßen die Aufgabe den eigenen Selbstwert dem andern gegenüber zu vertreten anstatt in kindlicher Weise die Erfüllung der oft unausgesprochenen Wünsche vom Partner zu erwarten.

Uta Baumann 7. Okt. 2010
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